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ab 23.10. 2019

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KONZERTVERANSTALTUNGEN

der Friedenauer Kammerkonzerte

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35 Sonaten für Klavier hat Ludwig van Beethoven geschrieben. „Mondschein“, „Pathétique“, „Hammerklavier“, „Appassionata“: Durch ihre Namen sind einige zur Legende geworden. Doch auch die namenlosen Sonaten bieten einen unerschöpflichen Fundus an Spitzenwerken.

op. 13 werden Sie hören, die Pathetique, Beethovens c-Moll-Sonate, seine erste große Sonate und exemplarisch für den Typus der charakteristischen Sonate des ausgehenden 18. Jahrhunderts, hat durch ihr leidenschaftliches Pathos und ihre hohe musikalisch-emotionale Geschlossenheit bis heute nichts an Faszination eingebüßt. Während erste Skizzen wahrscheinlich bis 1796 zurückdatieren, komponierte Beethoven die Sonate erst 1798/99, im Umfeld seines Streichtrios c-Moll op. 9 von 1797/98, und veröffentlichte sie im Dezember 1799 in Wien.

Dann op. 14, Die beiden in unmittelbarer zeitlicher Nachbarschaft zur „Pathétique“, entstandenen Sonaten op. 14 gehören zu den leichtesten Sonaten des Komponisten und sind unverzichtbarer Bestandteil jedes Klavierunterrichts. In ihrer lyrischen, stellenweise fast kammermusikalischen Satzweise und durch ihren mäßigen Schwierigkeitsgrad eignen sie sich außerordentlich für den Einstieg ins das Beethoven’sche Sonatenoeuvre. Lucas Blondeel spielt die erste dieser beiden Sonaten.

Und abschließend op. 111. Die letzte der Klaviersonaten Beethovens. Ende 1821 begann Beethoven mit der Arbeit an op. 111, seiner letzten, seit ihrem Erscheinen als Gipfel geltenden Klaviersonate, der Thomas Mann in „Dr. Faustus“, ein literarisches Denkmal setzte. Wie op. 110 wurde auch diese letzte Sonate bei Maurice Schlesinger in Paris gestochen, um „recht brillant“ zu werden, tatsächlich aber enthielt der französische Erstdruck, sehr zum Ärger Beethovens, zahlreiche Fehler. Die ungewöhnliche, mit einem Adagio endende zweisätzige Form der Sonate ließ Schlesinger bei Beethoven nachfragen, ob der Allegro-Satz „zufällig beym Notenschreiber vergessen worden“ sei. Eine Antwort des Komponisten ist nicht bekannt.

 

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Beethovens Quartett-Schaffen beginnt nach einigen frühen Streichtrios im Jahr 1798. Es umfasst insgesamt 16 Streichquartette und eine zum Streichquartettsatz umgearbeitete Klaviersonate (E-Dur op. 14,1). Sie werden das Vergnügen haben, die Letztere nun erneut hören, jetzt in F-Dur, und vergleichen zu können, nachdem sie Lucas Blondeel bereits am 23. Februar für Sie auf dem Hammerflügel gespielt hat.

Die Werke greifen die Traditionen der Quartette Haydns und Mozarts auf. Beethoven entwickelt aber auch eine neue eigene Formensprache. In klar voneinander getrennten Gruppen durchlaufen die Quartette alle Schaffensphasen des Komponisten.

Auch wenn Beethoven gedanklich schon seit 1822 an einem neuen Streichquartett arbeitete, brauchte er doch bis März 1825, bis er sein erstes neues Quartett op. 12 in Es-Dur fertiggestellt hatte. Auftraggeber für die damals stolze Summe von 50 Dukaten und Widmungsträger war Fürst Nicolaus von Galitzin, ein Petersburger Aristokrat mit Affinität zu Wien und Beethovens Musik.

Die Uraufführung fand am 6. März 1825 mit dem Schuppanzigh-Quartett in Wien statt. Sie war ein Misserfolg, was vor allem einem mangelhaften Zusammenspiel geschuldet gewesen sein dürfte - das Quartett hatte das neue Werk in nur zehn Tagen einstudiert -, aber dennoch der fehlenden musikalischen Übersicht des Primarius Ignaz Schuppanzigh angelastet wurde. Das führte zum vorübergehenden Zerwürfnis zwischen dem Komponisten und dem Geiger, der bei einer Folgeaufführung durch den Konkurrenten Joseph Böhm ersetzt wurde. Das Werk setzte sich dennoch rasch durch, auch in Hausmusikkreisen, wobei hier oft ein "fünftes Quartettmitglied" zum Taktschlagen nötig gewesen sein soll. Schuppanzigh wurde im Verlauf wieder rehabilitiert und verantwortete die Uraufführungen der folgenden Quartette.

 

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Auf den ersten Blick möchte man meinen, dass es nur wenige Beziehungspunkte zwischen dem Italiener Dominikus Scarlatti und dem Deutschen Georg Friedrich Händel gegeben haben konnte. Die Menschen der damaligen Zeit verfügten ja über kein Internet und konnten sich auch nicht über sogenannte soziale Medien austauschen. Aber die großen Komponisten seinerzeit waren häufig weit gereiste Leute, die ihre Kollegen und deren musikalische Stile durchaus kannten. Selbst Johann Sebastian Bach, der nie in Italien war, lernte den „italiänischen Styl“ durch Kompositionen kennen die Andere aus Italien mitgebracht hatten und versuchte sich selbst darin.

Georg Friderich Händel und Scarlatti haben sich sehr gut gekannt. Der Sachse war keine 22 Jahre alt, als er in der Ewigen Stadt eintraf. "Il caro sassone" - "der liebe Sachse", wie der Jüngling bald genannt wurde, brachte aus Hamburg schon Erfahrung in der Opernarbeit, im Umgang mit den Großen der Gesellschaft und: eine Kiste voller Partituren mit. Dazu sah er glänzend aus, war hochbegabt und arbeitsbesessen. Kein Wunder, dass er mit offenen Armen begrüßt wurde und die Mäzene wetteiferten, die nordische Novität zu präsentieren. So recht Fuß fassen konnte er bei den katholischen Aristokraten aber nicht.

Seine Kompositionsweise passte wohl zum Weltgefühl der fröhlichen Papststadt mit ihren dauernden Volksfesten, all den Antiken, Konditoreien, Gemälden, Gärten und Palästen. Die heitere Sinnlichkeit, die Pracht und Monumentalität dieser Stadt hat Händels Arbeiten geprägt. Die Impulse, die er hier empfing, nicht zuletzt als verwöhnter Gast der exklusiven Accademia degl´Arcadi, der Arkadier, prägen und durchdringen sein gesamtes Lebenswerk.

 

Bei seinem berühmten künstlerischen Wettstreit mit Dominico Scarlatti ca. 1708 in Rom improvisierte Händel ein Allegro, worauf Scarlatti mit einer brillanten Parodie auf dessen Musik reagierte und die Richter entzweite, wer der bessere Cembalospieler sei. Scarlatti gab sich schließlich auf der Orgel geschlagen und beide Musiker schätzten einander und freundeten sich an. Scarlattis Stück wurde später zum Capriccio G-Dur KV 63, Händel überarbeitete seine Improvisation aufwendig zur Sonata in G, HWV 579. Später schrieb Händel die Musik für die Arie „Vo fa Guerra“ seiner ersten Londoner Oper Rinaldo von 1711 nochmals um. Weiterhin schrieb Händel während der Beziehung zu Scarlatti ein Rondeau, wiederum als Replik auf dessen Capriccio, dessen ersten Takten er folgte und dann mit einer neuen Improvisation fortsetzte. Es wurde 1733 veröffentlicht.

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Das Gesamtprogramm 2020 1  als PDF-Datei

 

 

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Konzerte anderer Veranstalter im Kammermusiksaal:  

static/images/logos/udk.jpgUniversität der Künste, Abt für Alte Musik

Veranstaltungen unter Förderung der Early Music Society Berlin

für die Konzerte dieser beiden Veranstalter können Sie keine Karten über uns reservieren!

 

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